Ducati

Nachdem ich immer älter werde und mir die anderen Bikes immer grössere Schmerzen bereitet - eine grosse Ausnahme ist meine sehr geschätzte Mille - schaute ich mich im Frühjahr 2014 nach einer bequemen aber trotzdem sportlichen Reisemaschine mit 2 Zylinder um. Da hier die Auswahl nicht sehr gross ist (BMW, alle Japaner kamen sowieso nicht in Frage) blieben eigentlich nur zwei Marken übrig: KTM und Ducati ! Da ich aber natürlich eher die italienischen Motorräder schätze und auch keine guten Erfahrungen mit KTM hatte - Motorschaden bei einer LC4 - blieb nur die Ducati Multistrada übrig.

So holte ich die "bella donna bianco" von St.Pölten nach Wien.

Multistrada

Eigentlich schrecken mich diese Elektronik-Spielereien grundsätzlich ab, aber ich ließ mich von meinem Freund und Mechaniker schlussendlich dann doch überzeugen, da dieser ja auch so ein "Stelzenviech" besitzt und bis dato damit keinerlei Probleme hatte.

So fuhr ich eine kleine Runde und stellte fest, dass der Punch dieses Motors (1200 ccm) gewaltig ist. Es macht richtig Spass bei Tempo 140 den Gasgriff zu drehen und die Beschleunigung bis weit über 200 zu geniessen. Einen derartigen Kick bekam ich noch bei keinem anderen Motorrad zu spüren. Echt geil ! Allerdings werden bei so Einlagen natürlich die Reifen verheizt, aber wie sagte schon ein sehr guter Freund vor längerer Zeit: "Spass kost a Göd !"

Der einzige Schwachpunkt dieses Bikes ist nach Angaben von Besitzern in diversen Internetforen immer wieder die angesprochene schwache Hinterradbremse. Da ich dieses Problem seit über 10 Jahren bei meiner Mille kenne, berührt mich das in keinster Weise. Merke: Mille Fahrer habens leichter !

1200

Die Sitzposiiton ist hervorragend - do foahr i bis zum Nordcap - der Koffer ist hässlich aber extrem nützlich - aber dieses Thema hatten wir auch schon.

Das Fahrwerk ist bei meinem Modell per Hand einstellbar. Die Multi von Reini hat ein elektronisch geregeltes "Skyhook" Fahrwerk.

Aber auch die billigere Variante funktioniert sehr gut - komfortabel aber trotzdem nicht zu weich d.h. man kann durchaus durch die Kurven wetzen und bekommt auch bei schlechten Strassen keine Stöße mit. Alle Komponenten sind voll einstellbar (Zug-Druckstufe) und leicht zugänglich.

Alles in allem ist der erste Eindruck sehr gut. Man wird sehen, ob das auch noch nach 50.000 km so ist. Bis dahin hab ich noch ein wenig Zeit, um mich an die elektronischen Spielereien zu gewöhnen.

Am Bild links und oben sieht man, dass ich schon etwas"italophil" angehaucht bin. Die Streifen aus den Italofarben als 3D Sticker gibts in einem Shop in Italien sehr günstig !

Zusätzlich leistete ich mir einen REXXER, um andere Mappings auf das Steuergerät zu laden und um diverse andere Funktionen zu benützen (Rückstellung der Service-Erinnerung, POTI Rückstellung u.s.w.) Die genaue Beschreibung und Anleitung wird hier beschrieben.